Examen bestanden und, dank der Gnade der späten Geburt, der erniedrigenden Realität des AiP entgangen, ist man nun frisch approbierter Arzt. Das ist nach sechs Jahren Quälerei eine ganze Menge – und doch nichts. Man hat einen Beruf erlernt, wurde bestallt (geiles Wort) und sprüht vor Gelehrsamkeit. Dennoch fängt man wieder bei Null an. Aber der Reihe nach.

Zunächst braucht es eine Stelle als Assistenzarzt (bescheuerter Begriff, aber vielleicht besser als „Unterarzt“ wie das früher im preussischen Militärjargon hiess), denn die meisten von uns wollen Fachärzte werden. Selbst der Allgemeinmediziner ist inzwischen ein solcher.  Dazu muss man sich in einer Klinik mit Weiterbildungsberechtigung bewerben. D.h. die Jahre, die ihr dort malocht, werden auf die Facharztausbildung angerechnet. Stellen ohne das sind Zeitverschwendung.

Stellenanzeigen brauchts dafür nicht. Am besten informiert man sich über Kliniken in fachlicher und regionaler Hinsicht und schickt dem Chefarzt der entsprechenden Abteilung seine Bewerbung. Wer Papier und Porto sparen möchte, ruft vorher an, ob es Sinn macht.

Wie man eine gute Bewerbung schreibt, kann man so ziemlich überall im Internet nachlesen, z.B. hier.